SC Reckenfeld 1928 e.V.

Zweiter im NRW-Pokal

Und schon wieder Platz zwei: Die Kegler des SC Reckenfeld haben in dieser Saison ganz offensichtlich ein „Vize“-Abo. Nach dem knapp verpassten Sprung in die 1. Bundesliga durch Rang zwei in den entscheidenden Playoffs reichte es auch im Pokalfinale „nur“ zu Silber. In diesem Fall muss man allerdings sagen, dass diese Platzierung angesichts der Konkurrenz im Endspiel das Optimum war.

Erwartungsgemäß marschierte der Deutsche Meister SK Heiligenhaus im Finale der verbliebenen vier Teams einsam vorneweg, allen voran der vielfache Weltmeister Andre Laukmann, der auf der Anlage im „Rainbowpark“ in Wuppertal mit 934 Holz einen neuen Bahnrekord aufstellte. Doch auch seine Teamkollegen Raphael Kerkhoff (909 Holz), Marcel Grote (886) und Marcel Schneimann, der nach 90 Wurf durch Vincent Muschalik ersetzt wurde, (zusammen 877) erzielten durch die Bank Top-Ergebnisse, so dass am Ende für den Favoriten starke 3606 Holz zu Buche standen.

Dahinter aber lieferte sich der SCR ein spannendes Duell mit dem Erstliga-Absteiger CfK GW Rösrath. Die Rösrather Lars Kirschbaum (874), Benjamin Schmitz (856) und Sven Habeth (852) sowie die Reckenfelder Julian Geerdes (864), Andre Ahlers (864) und Jonas van Raalte (856) schenkten sich leistungsmäßig nichts. Matchwinner für den SCR war Nick von Voss, der mit 907 Holz als einziger Nicht-Heiligenhauser die 900er-Marke knackte. Rösraths Dominik Schmitz blieb mit 899 Holz knapp darunter – und so hatte der SCR im Duell der künftigen Zweitliga-Konkurrenten mit 3491:3481 Holz hauchdünn die Nase vorn. Die Drittliga-Mannschaft des SK Langenfeld/Solingen 2 kam als vierter Finalteilnehmer auf respektable 3300 Holz.  

Rösrath und Reckenfeld werden sich vermutlich schon in ein paar Wochen erneut über den Weg laufen. Dann in der 2. Liga – und mutmaßlich unter ganz anderen Vorzeichen. Denn personell soll sich – so ist zu hören – bei dem Team aus dem Bergischen einiges tun.

Platz Zwei im Pokalfinale

Wuppertal, Wuppertal, wir fahren nach Wuppertal

Das Saisonfinale liegt mehr als ein Vierteljahr zurück. Reckenfelds Kegler befinden sich im Sommermodus, den es an diesem Wochenende kurzzeitig zu verlassen gilt: Aus Termingründen findet das Endspiel im Pokalwettbewerb tief in der Spielpause statt. Und so muss der Zweitligist am Sonntag einen „Kaltstart“ hinlegen – trotz der aktuell herrschenden hitzigen Temperaturen.

Ein heißer Pokalfight ist nicht unbedingt zu erwarten, denn die Rollen sind im Finale der vier verbliebenen Teams klar verteilt: Der deutsche Meister SK Heiligenhaus, der auf dem Weg ins Endspiel schon die SCR-Reserve ausschaltete, geht als klarer Favorit ins Rennen. Wenn die „Heljens Red Lions“ in halbwegs etatmäßiger Besetzung antreten, dürfte ihnen der Pokalsieg kaum zu nehmen sein. Sollte Heiligenhaus straucheln, dürfte Erstliga-Absteiger GW Rösrath wohl die besten Karten haben. Als Underdog geht die Zweitvertretung des SK Langenfeld/Solingen auf die Bahnen im „Rainbow-Park“ in Wuppertal. Das Spiel beginnt um 10.30 Uhr. Der SCR spielt mit Andre Ahlers, Jonas van Raalte, Julian Geerdes und Nick von Voss.

SCR 2 schnuppert kurz an der Überraschung

Der Drittligist wehrte sich tapfer, war am Ende aber ohne Chance: Im Halbfinale des Pokalwettbewerbs verlor die 2. Mannschaft der SCR-Kegler am Mittwochabend standesgemäß gegen den amtierenden Deutschen Meister SK Heiligenhaus mit 3358:3483 Holz.

Der vielfache Weltmeister Andre Laukmann unterstrich in diesem Spiel eindrucksvoll seine absolute Ausnahmestellung in dieser Sportart. Lediglich auf seiner ersten Bahn tat sich Laukmann, der erst vor zwei Wochen seine Titelsammlung um zwei weitere WM-Goldmedaillen erweitert hatte, etwas schwer: „Nur“ 219 Holz spielte er auf Bahn 1. Danach ließ er drei Bahnen mit herausragenden Zahlen zwischen 240 und 244 Holz folgen – da konnten fachkundige Kegelsport-Anhänger ebenso wie neugierige Gelegenheitszuschauer am Wittlerdamm nur staunen. Am Ende blieb das Zählwerk für ihn bei 943 Holz stehen. Immerhin: der von SCR-Topspieler Andre Ahlers gehaltene Bahnrekord hat damit weiterhin Bestand.

Mit ebenfalls starken 895 Holz sorgte Reckenfelds Leihgabe aus der 1. Mannschaft, Julian Geerdes, dafür, dass sich der Rückstand noch in Grenzen hielt. Denn Andre Penz für den SCR (826 Holz) und Vincent Muschalik für Heiligenhaus (830) spielten auf einem Level. 52 Holz Rückstand nach dem ersten Block – damit konnten die Reckenfelder leben.

Im zweiten Block kam dann sogar richtig Stimmung auf, weil für die Gäste Raphael Kerkhoff mit einer schwachen 180er-Bahn begann, so dass der SCR wieder näher ran rückte. Und auf der vorletzten Bahn lag Heiligenhaus urplötzlich nur noch mit fünf Holz vorne. Doch in dieser Situation zeigte sich der Qualitätsvorsprung des Erstligisten: Kerkhoff und Nationalspieler Marcel Grote legten eine Schippe drauf, zogen unaufhaltsam davon und kamen mit 831 bzw. 879 Holz ins Ziel. Dieter Stumpe (825) und Udo Reinker (812) komplettierten das das ordentliche Ergebnis des SCR-Quartetts. Solide – aber für den Deutschen Meister reichte das am Ende nicht.

Die Rollen im Pokalfinale in Wuppertal sind damit klar verteilt: Heiligenhaus geht auch hier als klarer Favorit ins Rennen. Außenseiterchancen haben Erstliga-Absteiger CfK Rösrath und die Zweitliga-Mannschaft des SC Reckenfeld, die sich jüngst mit einem Sieg beim RSV Remscheid für die Schlussrunde qualifiziert hat. Das Finalfeld komplettiert Regionalligist SK Langenfeld/Solingen 2.

SCR 2 & SK Heiligenhaus 1

Der deutsche Meister kommt zum Pokalspiel

Nach der WM geht’s nach Reckenfeld: Vor etwas mehr als einer Woche kämpften die besten Kegler der Welt noch um Gold, Silber und Bronze. Nun zeigen zwei von ihnen – mit sechs frisch errungenen Medaillen dekoriert – am Wittlerdamm ihr Können. Im Pokalwettbewerb trifft die 2. Mannschaft des SCR am Mittwoch (18.30 Uhr) auf den Deutschen Meister SK Heiligenhaus.
Eine Partie auf Augenhöhe darf man hier sicher nicht erwarten. Die “Heljens Red Lions”, wie sie sich selbst nennen, gewannen in der abgelaufenen Bundesliga-Saison auf dem Weg zum Meistertitel fünf ihrer neun Auswärtsspiele und werden mutmaßlich auch auf der SCR-Anlage einige Top-Zahlen erzielen. Besonders gespannt sein darf man natürlich, wie Andre Laukmann die Reckenfelder Bahnen triftt. Der wohl weltbeste Spieler der letzten Jahre hat seine umfangreiche Medaillensammlung jüngst um zweimal WM-Gold und einmal Silber erweitert. Insgesamt sammelte Laukmann im Laufe seiner Karriere bereits mehr zwei Dutzend Weltmeister-Titel in den unterschiedlichen Disziplinen. Sein Heiligenhauser Teamkollege Marcel Grote kehrte ebenfalls dreifach dekoriert von der WM nach Hause: Er sammelte dort zweimal Silber und einmal Bronze. Und auch darüber hinaus hat das Team aus dem Niederbergischen Land mit Spielern wie Marcel Schneimann, Robin Holler und Raphael Kerkhoff einige 900er-Kandidaten in der Hinterhand. Man darf gespannt sein, mit welchem Quartett – im Pokalwettbewerb wird anders als in der Bundesliga mit Vierermannschaften gespielt – die Red Lions antreten.
Dass die SCR-Reserve trotz der klaren Außenseiterrolle die Partie nicht kampflos herschenken will, zeigt allein die Tatsache, dass die 1. Mannschaft in ihrem Pokalspiel Julian Geerdes “geschont” hat, so dass er nun in der Zweiten eingesetzt werden darf. Daneben versuchen Dieter Stumpe, Andre Penz und Udo Reinker, den Favoriten zumindest ein wenig zu ärgern.

Pflichtsieg zum Abschluss

Pflichtsieg eingefahren – mehr saß nicht drin: Die Kegler des SC Reckenfeld haben die Zweitliga-Saison mit dem erwarteten Playoff-Heimerfolg abgeschlossen. Die Freude bei den Reckenfeldern hielt sich allerdings in Grenzen, denn am Ausgang der Aufstiegsrunde änderte dieses Ergebnis nichts mehr. Und so blieb dem SCR nichts anderes übrig, als der TG Herford zur Rückkehr in die 1. Bundesliga zu gratulieren.

Ein verdienter Erfolg ­– da waren sich am Samstag alle einig. Denn die Ostwestfalen gewannen in den Playoffs nicht nur ihr Heimspiel pflichtgemäß, sondern wurden in den drei anderen Durchgängen jeweils Zweiter hinter dem Gastgeber – so auch beim Saisonfinale am Wittlerdamm, wo die Herforder einmal mehr all ihre Erfahrung und spielerische Klasse in die Waagschale warfen. Allen voran Nationalspieler Raffael Tönsmann, der mit 877 Holz eine Top-Zahl ablieferte. Besser machten es am Samstag nur die beiden Reckenfelder Andre Ahlers (924 Holz) und Jonas van Raalte (881).

Auf Seiten des SCR fiel zum Saisonabschluss niemand nach unten ab: Julian Geerdes (854), Nick von Voss (841), Michael Schlüter (844) und Robin Graes (875) platzierten sich allesamt in der oberen Hälfte der Einzelwertungsliste und schraubten das SCR-Ergebnis am Ende auf 5219 Holz. Der künftige Erstligist Herford kam auf 5001 Holz vor KV Gelsenkirchen (4922) und KV BW Sontra (4726).

Die Reckenfelder hatten ihre gute Ausgangsposition aus der Normalrunde bereits vor zwei Wochen beim Playoff-Auftakt in Sontra aus der Hand gegeben, als sie lediglich als Vierte ins Ziel kamen. Schon da hatte sich abgezeichnet, dass die TG Herford in der entscheidenden Saisonphase hellwach und in Top-Verfassung war, um nach einem Jahr die Rückkehr in Eliteliga fix zu machen. Und so war schon vor dem finalen Durchgang klar, dass der SCR ein weiteres Jahr zweitklassig bleibt.

Umso erfreulicher aus Reckenfelder Sicht, dass am Samstag etliche Zuschauer „ihr“ Team noch einmal lautstark anfeuerten und für eine starke Saison feierten. Aufmunternde Worte gab es auch von den Herforder Siegern: „Euch gehört die Zukunft“, hieß es da. Die Enttäuschung im SCR-Lager ließ sich damit jedoch nicht vertreiben. Trotzdem versprach Teamsprecher Andre Ahlers einen neuen Anlauf in der nächsten Saison.

Gemeinsamer Abschluss nach der Aufstiegsrunde zur 1. Liga: Die Mannschaften der TG Herford, des SC Reckenfeld, des KV Gelsenkirchen und der KV BW Sontra. (Foto: Reinker)