Pflichtsieg eingefahren – mehr saß nicht drin: Die Kegler des SC Reckenfeld haben die Zweitliga-Saison mit dem erwarteten Playoff-Heimerfolg abgeschlossen. Die Freude bei den Reckenfeldern hielt sich allerdings in Grenzen, denn am Ausgang der Aufstiegsrunde änderte dieses Ergebnis nichts mehr. Und so blieb dem SCR nichts anderes übrig, als der TG Herford zur Rückkehr in die 1. Bundesliga zu gratulieren.
Ein verdienter Erfolg – da waren sich am Samstag alle einig. Denn die Ostwestfalen gewannen in den Playoffs nicht nur ihr Heimspiel pflichtgemäß, sondern wurden in den drei anderen Durchgängen jeweils Zweiter hinter dem Gastgeber – so auch beim Saisonfinale am Wittlerdamm, wo die Herforder einmal mehr all ihre Erfahrung und spielerische Klasse in die Waagschale warfen. Allen voran Nationalspieler Raffael Tönsmann, der mit 877 Holz eine Top-Zahl ablieferte. Besser machten es am Samstag nur die beiden Reckenfelder Andre Ahlers (924 Holz) und Jonas van Raalte (881).
Auf Seiten des SCR fiel zum Saisonabschluss niemand nach unten ab: Julian Geerdes (854), Nick von Voss (841), Michael Schlüter (844) und Robin Graes (875) platzierten sich allesamt in der oberen Hälfte der Einzelwertungsliste und schraubten das SCR-Ergebnis am Ende auf 5219 Holz. Der künftige Erstligist Herford kam auf 5001 Holz vor KV Gelsenkirchen (4922) und KV BW Sontra (4726).
Die Reckenfelder hatten ihre gute Ausgangsposition aus der Normalrunde bereits vor zwei Wochen beim Playoff-Auftakt in Sontra aus der Hand gegeben, als sie lediglich als Vierte ins Ziel kamen. Schon da hatte sich abgezeichnet, dass die TG Herford in der entscheidenden Saisonphase hellwach und in Top-Verfassung war, um nach einem Jahr die Rückkehr in Eliteliga fix zu machen. Und so war schon vor dem finalen Durchgang klar, dass der SCR ein weiteres Jahr zweitklassig bleibt.
Umso erfreulicher aus Reckenfelder Sicht, dass am Samstag etliche Zuschauer „ihr“ Team noch einmal lautstark anfeuerten und für eine starke Saison feierten. Aufmunternde Worte gab es auch von den Herforder Siegern: „Euch gehört die Zukunft“, hieß es da. Die Enttäuschung im SCR-Lager ließ sich damit jedoch nicht vertreiben. Trotzdem versprach Teamsprecher Andre Ahlers einen neuen Anlauf in der nächsten Saison.